"Auf gehts - nur Mut"

 

Meine Begeisterung für die Virtualität der Kreativität und beherztem proaktivem Handeln, ist der vergnügliche Grund, mich auf den nachfolgenden Seiten vorstellen zu können und demgemäß meine Kunst der Allgemeinheit frei und offen zugänglich zu machen.

Letztendlich auch um die Wiesbadener Kunst- und Kulturszene ein wenig zu bereichern, oder auch nur um sie mit großer Freude zu ergänzen.

 

  "So wie die Verrücktheit, in einem höheren Sinn, der Anfang aller Weisheit ist, so ist Schizophrenie der Anfang aller Kunst, aller Phantasie"!

 

Hermann Hesse 



M E ...




... ante portas:

An einem frühen Morgen im Oktober des Jahres 1946, tat ich in den Uni-Kliniken zu Frankfurt am Main meine ersten skeptischen Atemzüge. Der anschließende Stimmtest wurde von mir als zwingende Folge mit mehr oder weniger deutlich vernehmbaren Obertönen versehen! Diese schier unüberhörbaren Signale, wurden zu meiner großen Verwunderung, bedauerlicherweise ohne Murren und leider aber auch ohne die sonst üblichen Fanfarenstöße und Rosenblätter streuende Jungfrauen einfach so, quasi als völlig normal, hingenommen. Ohne Umschweife und im Schutz der Dunkelheit (es war ja kurz nach dem Krieg) wurde ich ruck-zuck in ein kleines bäuerliches Dörfchen im äußersten Norden von Frankfurt "zwangsübergesiedelt"!

 

  Exakt, in das 1827 erbaute, und eminent weitläufige hochherrschaftliche Palais mit Park und anrainend an das glasklare idyllische Flüsschen Nidda. Hier genoss ich wider Erwarten, im schützenden Schoße der wunderbaren Familie von Metzler, eine wundervoll spannende und überaus lehrreiche Kinder- und Jugendzeit. Nach Jahren des absoluten Glückes in dieser dörflichen Unbeschwertheit und nach erfolgreicher Beendigung meiner Schul- und Lehrzeit als Kfz-Mechaniker, war ich kaum zum Luftholen gekommen, stand auch schon die Bundeswehr in meinem Jungmänner Traum von Liebe, Lust und Freiheit auf der Matte und forderte unausweichlich eine 18 Monatige  Mitwirkung von mir. So machte ich mich denn notgedrungen und schweren Herzens auf den Weg den gefährlichen Job eines Pionieres zu erlernen. Aus gegebenen Umständen und persönlichem Verantwortungsbewusstsein auch um dem eintönigen Olivgrün etwas Farbe zu verleihen, heiratete ich 1967 meine schwangere Verlobte und ein paar Wochen später gesellte sich dann auch noch ein quicklebendiges Menschlein mit dem treffenden Vornamen "Yvonne" zu uns. [Althochdeutsch: "Die Bogenschützin"!]

 

Der Zeiger, der über das Zifferblatt der Uhr vorrückt,

rückt auch in unseren Seelen vor.

Victor Hugo

 

Nach der Entlassung aus dem Militärdienst, arbeitete ich als Trucker, Lagerarbeiter, Verkaufsrepräsentant und Flugzeugtankwart! Als Folge dieser doch etwas saturierenden Integrationsversuchen, räumte ich dann Jahre später, bei einem Frankfurter Marktforschungsunternehmen als Assistent des technischen Direktors desillusioniert aber sehr gestärkt, dieses doch etwas ungeliebte Forschungsfeld!

 

Also spricht der Fatalist:

"Du musst werden, wie du bist"!

Wilhelm Busch

 

Die Idylle mit Ehefrau, Tochter, Hund und Katerchen fluppte auf dem Land nur so dahin! Musik, Hippietum Songs von Scott Mckenzie, den Beatles und den Rolling Stones prägte ausnahmslos diese wilde und aufregende Zeit! Die situative Trennung verlief einvernehmlich und in aller Freundschaft, so gehen wir auch noch heute respektvoll miteinander um.

 

 Zwischenzeitlich hatte ich mich, meiner alten Liebe "Musik" folgend, mit einer Frankfurter Rock Band [PAPA ZOOT BAND] als Tour- und Road Manager angeschlossen, und mit dieser wilden Truppe eifrig deutschlandweit durch diverse Clubs, Hallen und Discotheken getourt.

(später wurde sie als die erfolgreiche „The Beatles Revival Band“ bekannt)

 

 1976 befand sich mein Habitat in einer „gehobenen“ Wohngemeinschaft im Herzen von Frankfurt. Eine umtriebige Mitbewohnerin dieser WG, war eine Reporterin des hessischen Rundfunks. Besagte Dame, (die Mutter des heutigen ARD-Korrespondenten Johannes H.) hatte nun wiederum einen befreundeten Filmregisseur aus München, welcher just zu dieser Zeit an seinem verstaubten Drehbuch, welches von einem Roadie der Musiker werden wollte handelte, erfolglos herum dokterte. Da er damit, zu meinem Glück, etwas überfordert war, suchte er Hilfe für eine professionelle Überarbeitung seines stockenden Werkes. Da ich zu jener Zeit nebenbei als Tour- und Roadmanager (Roadie) mit der Frankfurter Rock Band "Papa Zoot" unterwegs war, nahm ich ohne zu zögern den Job an, und machte mich in meiner Freizeit, mit einem Sixpack Henninger Bier, auf den Weg zu meiner Lieblings Kiesgrube (Holzmann), um dort das chaotische Konvolut den gesamten Sommer über in die Sprach- und Handlungsweise der Roadies zu adaptieren und schrieb nichtsahnend den erfundenen Titel: "Johnny West" auf den Buchdeckel und schickte die handgeschriebenen Korrekturen ohne große Erwartung zurück nach München und setzte arglos meinen Job als Lagerarbeiter fort.

 

Die Träumenden und die Wünschenden halten den

feineren Stoff des Lebens in den Händen.

Franz Kafka

 

  Dieses spontane Experiment endete für mich völlig unerwartet und vollkommen überraschend. Einige Zeit später ereilte mich die hammermäßige Anfrage aus München, ob ich denn in dem aus dem Skript enstehenden Kinofilm mit dem Titel: (... erstes Deutsches Roadmovie)  „Johnny West“, als Fachberater und Darsteller mitwirken möchte.

 

"ICH MOCHTE"!!

 

  Danach fand ich mich als Darsteller in der Rolle des: "ROADIE-RAINER", mit den tollen Kollegen, Ralph Christian Möbius alias "RIO REISER", der Jungschauspielerin "KRISTINA VAN EYCK", - der Hollywood Legende  "JESSE HAHN" und der bekannten Schauspielerin "BIRGIT BERGEN" etwas verunsichert vor dem äußerst beeindruckenden Objektiv einer 35iger Arriflex-Kamera im grellen Scheinwerferlicht wieder. Nach Beendigung der ereignisreichen und recht aufwendigen Dreharbeiten, starteten wir fristgerecht und Deutschlandweit mit beeindruckenden 20 Kopien des Films. Premiere war am 23.09.1977  in Frankfurt am Main mit einer rauschenden Premierenfeier im "Cookies" und zogen dann weiter in fast alle involvierten Filmtheater.

 

 

Das Ziel des Lebens ist die Selbstentwicklung.

Das eigene Wesen völlig zur Entfaltung zu bringen,

das ist unsere Bestimmung.

Oscar Wilde

 

  Nach Beendigung der Dreharbeiten kam der hessische Rundfunk mit einem überaus verlockenden Angebot auf mich zu, welches ich voller Freude annahm!

 

  Den ungeliebte Maloche als Lagerarbeiter habe ich mit einem, bis nach Südamerika hörbaren Jauchzer, überglücklich drangegeben!

 

 Als unmittelbare Folge davon, jobbte ich von nun an als Freelancer für das Hessische Fernsehen und wurde so ganz nebenbei zum Aufnahmeleiter und später zum Produktionsassistent ausgebildet. Ohne zu Zögern wurde ich dann mit der Organisation und Betreuung von diversen Unterhaltungs- und Filmproduktionen beauftragt.  (siehe Seite, Media Works)

 

  Ein paar Jahre später bot mir plötzlich und unerwartet das ZDF die Möglichkeit, in dem neu entwickelten Unterhaltungsformat „Rock Pop in Concert“, Live on Stage mitzuarbeiten. Hocherfreut nahm ich das verlockende Angebot der Mainzer an und von diesem Zeitpunkt an begleitete ich anfangs als 2. und später als 1. Aufnahmeleiter und Produktionsleiter unzählige Unterhaltungsshows, Musik- und Theaterproduktionen. Aber mein Schwerpunkt war und blieb, unter vielen anderen Sendungen, natürlich die "LIFE SHOWS"mit Musike!

 

ABER ...

 

 Um zu begreifen, dass der Himmel überall blau ist,

braucht man nicht um die Welt zu reisen.

Johann Wolfgang von Goethe

 

   Der Höhepunkt meiner TV Karriere war die weltweite Realisierung der Sendung "Showfenster" mit der Moderatorin "Sabine Sauer". Hier war "Hollywood" unsere liebste und häufigste Produktionsstätte. Homebase dort war das weltberühmte "Regent-Beverly-Wilshire" Hotel und als "Connection Point" diente uns der legendäre Mahagoni-Tresen der Hotelbar. Da das Regent-Hotel vis-à-vis der Celebrity-Shopping-Meile "Rodeo Drive" liegt, war der Auftrieb an Promis an der Bar immer entsprechend hoch und nach ein bis drei Whiskey-Sure war das Eis schnell gebrochen und die menschliche Neugier aufgeweckt. Dann später, beim gemeinsamen abendlichen Dinner, in Wolfgang Puck´s angesagtestem "Spargo Beverly Hills", wurde dann die "familiarity" gefestigt und der Dreh, persönlich und ohne nerviges Management vereinbart. Von unschätzbarem Wert war auch die großartige Hilfe von Hollywoods "Grand Dame", Frances Schoenberger. Frances weitreichende Kontakte (Arnold Schwarzenegger ist der Patenonkel von Frances Tochter Daisy) verhalfen uns zu spektakulären Interviews mit den Stars und Sternchen.

 

"Hollywood lag uns zu Füßen"!

 

  So tingelte ich mit Moderatorin, Regisseur und einer vielköpfigen Kamera-Crew und gewaltigem TV-Equipment, als TV Journalist und Executive-Producer einige Jahre rund um den Globus. So durfte ich, dank der "Air-Taravel-Card-International" welche mir der Sender großzügig zur Verfügung gestellt hatte, recht ausgiebig die sehr angenehmen Seiten als Business oder First-Class Passagier Kennenlernen. Einige unserer liebsten Destinationen waren in den USA, Los Angeles, San Francisco, Atlanta, Miami, Hawaii, Key West, Orlando, sowie die Karibik mit Antiqua, Barbuda und den Bahamas. Ein ebenso üppiges Reiseprogramm führte uns zu Dreharbeiten nach Hong-Kong, Malaysia, Singapur und Japan (z. B. Christos Umbrellas).

 

In Europa standen Destinationen, wie St. Moritz, Cannes, Valencia, Barcelona, Madrid, Monaco, Paris, London und viele weitere aufregende Metropolen auf dem Dreh- und Reiseplan.

 

Mann oh Mann, wat für ne geile Zig!

(Zitat: Wolfgang Niedecken, BAP)

 

 

 Für interessierte:

 Alle Produktionen findet ihr auf der Seite:

"MEDIA WORKS" !

 

 

 

 Selbst- und Ständig

Kurz vor der vernichtenden "DOTCOM-BLASE"(Zusammenbruch der neuen Medien imJahr 2000) gründete ich die: „West Productions, Film- und Fernsehproduktion". Ich hatte Glück und wichtige Kunden, und produzierte für das ZDF den „Fernsehgarten“, diverser TV-Trailer und Einspieler. Zudem konzipierte und produzierte ich als Filmemacher einige Kinderfilme für den KIKA, führte Regie und arbeitete für VOX, RTL und Sat1 als freier Producer. Weiterhin produzierten wir mit "West-Pro TV" erfolgreich Werbespots und Image filme für div. Unternehmen. Gelegentlich jobbte ich als Troubleshooter und als "etwas weniger" stressigem Ausgleich, auch mal als Eventmanager im "Europa Park Rust", oder organisierte Mega-Veranstaltungen für den deutschen Sportbund etc. pp.

 

 

 

Das Selbst ist die eigenschaftslose reine Wirklichkeit,

in deren Licht Körper und Ego aufleuchten.

Wenn alle Gedanken zur Ruhe gekommen sind,

bleibt das reine Bewusstsein zurück.
Ramana Maharshi

 

 Als das Ende dieser wunderbaren Zeit gekommen war, und sich der positive Stress ins Negativ drehte, nagelte ich kurz entschlossen meine geliebte "Filmklappe" für immer an die unschuldige Wand.  Mit Herzklopfen wendete mich in Richtung "verdienter" Ruhestand zu und stürzte mich hals über Kopf ins Mainzer Ehrenamt.

 

 Gegenwärtig befasse ich mich mit wachsender Freude, an der Verfeinerung meiner Zeichentechnik und perfektioniere die Farbgestaltung meiner eigenwilligen Bildgestaltung. Auf der Suche nach Inspiration greife ich deshalb oft zu meiner Kamera und fotografiere Farben und Formen aus dem reichhaltigen Angebot von Mutter und Vater Natur.

 

  Zu einer wahren Herkulesaufgabe gestaltet sich mein aktuell interessantestes Projekt, ich schreibe, mal am Tag und mal in der Nacht, mit stetig wachsender Begeisterung an meiner, erlebnisreichen: "Autobiographie"!

 

"DAS KANN LEIDER ETWAS DAUERN"!

 

Programmatik:

 Alles in diesem Buch ist wirklich so passiert,

                                   manches aber auch nur in meinem Kopf,

                                                genauso wie alles, -was nicht passiert ist-,

auch nicht in meinem Kopf passiert ist!

 

Na, denn man tou!

 

 

 

Some AnekdötcheN

 

 

"A U S G E B Ü X T"

Um solch einen stressigen Job zu kompensieren ist ein nachhaltiger Ausgleich opportun. Folgerichtig wanderte ich zwischenzeitlich mit meiner großartigen Reisebegleiterin, geschätzten Kollegin und treuen Lebensgefährtin Margot, in oft monatelangen Fahrradwanderungen, an den wundervollsten Küsten Europas entlang.

 

  Wir lernten die abenteuerliche Küstenlandschaft Portugals von „Lissabon“ über Sinès und Albufeira bis „Faro“ kennen. Im darauf folgenden Jahr war der Ausgangspunkt unserer Radtour der Airport von Sevilla. Von dort aus ging es am Meer der „Costa de la Luc“ entlang über „Jerez De La Frontera“ und „Cadiz“ bis zum Endpunkt „Algeciras“ und wieder zurück nach Sevilla.

 

 Im Sommer des darauf folgenden Jahres war der Startpunkt unserer Reise, Athen. Die erste Etappe unserer Reise ging quer durch das Land nach Korinth. Für Monate leicht bepackt, radelten wir über den beeindruckenden Isthmus und dann immer der Nase nach rund um den „Peloponnes“. Diese abenteuerliche Rundreise endete in der wunderhübschen Stadt „Patras“. Den Abschluss bildete eine abenteuerliche Bahnfahrt zurück nach Athen.

 

 Im Jahr darauf, radelten wir kreuz und quer durch „Mallorcas“ atemberaubende Landschaft. Hier haben wir herrliche Monate unter freiem Himmel verbracht und die Schönheit dieser „wilden“ Insel, mit seinen (damals) gastfreundlichen Menschen, bis heute in unseren Herzen bewahrt.

 

 

"A B G E D R E H T" 

Eine unserer wohl abenteuerlichsten Reisen war 1986 ein mehrmonatiger Trip quer durch die phantastische Inselwelt der Philippinen. Der Anlass hierfür, war eine "sehr spartanisch gehaltene Postkarte" eines damaligen ZDF-Kollegen.

 

Text:

Liebe Margot, lieber Rainer benötige dringend Hilfe!!

 

Flug:

Frankfurt – Manila - Cebu City 

 

Fähre:

Cebu – Maasin

 

Jeepney:

Maasin  - Padre Burgos.

 

Erwarten euch dringend!

Gruß Jürgen

  

 Jürgen S. geschätzter ZDF Kollege, Freund und mutiger "mit Weltenbummler", hatte sich aufgrund seiner -irgendwie im Nirwana versickerten- jahrelangen Spenden in den Kopf gesetzt, in Padre Burgos, auf der Insel Southern-Leyte, persönlich ein durch Spenden finanziertes Kinderdorf zu errichten. Mit seiner ungeheuren Disziplin und sehr hohem Engagement, entgegen vielen Widerständen, stellte er dieses Vorhaben in kurzer Zeit auf die Beine. Hut ab, lieber Jürgen! Denn dort in dem bitterarmen Fischerdörfchen, "Padre Burgos", lebt auch sein mittelloses Pflegekind, welches niemals etwas von seiner finanziellen Zuwendung zu Gesicht bekommen hatte, nicht einen einzigen Peso!

 

 Also nicht lange gefackelt, die laufende TV Produktionen zu Ende gebracht, -die schmächtige Postkarte sicher versteckt, -den Rucksack gepackt, -Tickets beschafft und ab in den Flieger nach Manilas International Airport - Ninoy Aquino.

 

  Hier überrumpelte uns das asiatische Gewusel total, aber für gestandene Globetrotter auch kein Problem. Wir mieteten uns, ohne es zu ahnen, in ein Stundenhotel ein. Anfangs habe ich mich immer nur gewundert, warum die vielen sexy Girls hier so super nett waren, bis uns die Chefin am übernächsten Tag zur Seite nahm, um die „Dinge“, wie sie sagte, zu klären. Nachdem wir ihr unsere Absicht erklärten, nämlich mithelfen zu wollten in Leythe, ein Kinderdorf aufzubauen, waren die „Dinge“ klar und das Zusammenleben in der ein-geschworenen Girlie-Gemeinschaft, war wohl das schönste und lustigste was ich bisher erlebt hatte. Beim Abschied flossen viele Tränen.

 

  Auf einem unserer Streifzüge durch Manila erwischte uns ein Taifun. Oh Mann-oh-Mann, war das heftig! Glassplitter, wie Geschosse, ganze Werbetafeln flogen da durch die Luft und Metallstücke, Radkappen wie überschnelle Frisbees, von den aus dem Himmel strömenden Wassermassen ganz zu schweigen. An der Uferpromenade schwammen Reisebusse im Meer umher. Alles in allem ein unvergessliches, dem Universum sei Dank, unbeschadetes Erlebnis.

 

  Bei einem gemeinsamen Abendessen, in einem schicken Restaurant, lernten wir ein junges Schweizer Paar am Nachbartisch kennen. Sie planten, wie sie uns berichteten, einen nicht ganz ungefährlichen Trip, quer durch den Regenwald. In den wilden Norden der Insel Luzon, zu den Reisterrassen von Banaue. Nach ausgiebiger Diskussion  überzeugten sie uns schließlich mitzukommen. Das besondere an dieser Nummer war,  dass sie hiervon nur eine zerfledderte Kopie als Wegbeschreibung hatten.

Die einmalige Terassenlandschaft war damals der absolute Geheimtrip unter Globetrottern. Sie konnten nur sehr schwierig und ausschließlich zu Fuß und mit großen Wasservorrat erreicht werden!

  

  Damals war dies ein sehr anstrengender, abenteuerlicher und zudem höchst gefährlicher Trip. Mit dem Nachtbus ging es über holprige Pisten ca. 10 Stunden nach Baguio City. Es folgte eine Übernachtung in der dortigen „Travellers Lodge“, gefolgt von einem super stärkenden Frühstück. Dann gemeinsam ab in die kleine City. Proviant, Wasser, Medizin, Klopapier und einen Kompass aufgetrieben. Alles im Rucksack verstaut und los ging es in Richtung Nordwesten in den dichten Dschungel. Bald fanden wir einen schmalen Trampelpfad, dem wir teilweise gut folgen konnten. Dieser heftige Tagesmarsch, durch die absolute Wildnis, war schon für uns Großstädter ein ganz besonderes Erlebnis! Der Wald war vollgepackt mit den seltsamsten Tieren, Lauten und höchst seltenen Blumen. „Wunder, wunderschön und unvergesslich“!

 

  Kurz vor Sonnenuntergang erreichten wir über lebensgefährliche Bergpfade, mit offenen Spalten, (ca. 500 mtr. abwärts) die todesmutig übersprungen werden mussten unser Ziel. (Bis wir die Mädels da drüber hatten, puh, aber es ging alles gut.) Als wir dann unvorbereitet aus dem Wald traten, empfing uns eine bunt bemalte, Lendenschurz tragende, wild tanzende "Horde". Es war, wie sich später herausstellte, das offizielle Begrüßungskomitee der Ifugao. Sie hatten unsere Ankunft schon lange vorher wahrgenommen und uns mit selbst geerntetem und über einem Lagerfeuer geröstetem und zubereitetem Kaffee und (sehr warmem) Bier begrüßt. Ich nahm dankbar das Bier.

 

 Sie führten uns zu der steilsten Stelle des Canyons (es ging senkrecht ca. 200 mtr. abwärts). Da lehnte, zu unserer allgemeinen Verwunderung, eine abenteuerlich zusammengezimmerte Holzhütte, an der fast senkrecht abfallenden Bergflanke. Diese "Hütte" war talwärts mit (sehr) dünnen Holzpfählen abgestützt und ein handgemaltes Schild, mit der Aufschrift: „The Hillside Inn“, war dort in verwitterten, gerade noch lesbaren, Letter zu sehen.

 

  Doch etwas mulmig, bezogen wir die ebenso wackelige wie einfache Holzpritsche. So wie sich das "Zimmer" darstellte, waren wir wohl seit längerer Zeit die einzigen Gäste. Zum Abendessen gab es etwas ähnliches wie ein gewaltiges Eieromlett für alle. Als wir dann spät am Abend unsere Gemeinschaftspritsche vor der riesigen offenen Fensterhöhle  bezogen und uns etwas vorbeugten, sahen wir direkt in die beängstigende Tiefe. Wenn sich nachts jemand bewegte wackelte das gesamte Hüttchen gefährlich. Also ließen wir das mit dem umdrehen sehr schnell. Aber der taghelle Vollmond, mit Blick auf die riesigen wunderschöne Terassenlandschaft, entschädigte uns für alles und bedeutete das pure Travellerglück.

Am nächsten Morgen gab es zum Frühstück eine …. Mega-Pfanne „Eieromlett“, mit dem ominösen Kaffee, nicht gerade köstlich, aber dafür recht selten.

 

  Zum Waschen und Wasser holen, von der einzigen Quelle, musste ein direkt am Abgrund grenzender, ca. 50 cm schmaler Bergpfad, überwunden werden, auf diesem uns auch die Dorfbewohner und Dorfbewohnerinnen entgegen kamen. Man musste sich ganz eng aneinander kuscheln um aneinander vorbei zu kommen. Bei den männlichen Begegnungen war alles cool. Bei den Girls war es die reine Freude und wurde lauthals von heftigem Gekicher begleitet. Da war ich doch auch mal öfter unterwegs. Unsere Mädels blieben in der Lodge!

 

  Wie wir hingekommen waren ging es dann auch wieder zurück nach Manila.

 

  Durch den Insider Tipp unserer Schweizer Freunde, buchten wir spontan eine Fähre nach Borakay Island. (Die einheimischen sprachen ehrfurchtsvoll von uns Langnasen: „They call it Paradise“!) Hier wollten wir auch nie wieder weg, blieben auf diesem wirklich paradiesischen, mini Eiland ein paar Wochen, bevor wir weiter nach Bohol und Cebu reisten.

 

  Hier warteten wir 2 Tage auf unser Schiff, welches uns auf die Insel Leythe bringen sollte. Da aber kein Mensch uns sagen konnte, ob und wann das Schiff kommt, und sollte es dann doch mal kommen, es dann auch sehr schnell wieder ablegen würde. Also hieß das für uns, 2 Tage und Nächte auf dem warmen Pflaster im Hafen von Cebu-Gity zu verbringen. Essen und Trinken kam regelmäßig vorbei, sodass kein Mangel an „gesunder“ Kost entstand.

 

  Sometimes kündigte sich dann schließlich doch die lang ersehnte Fähre durch eine weithin sichtbare sehr bedrohliche wirkende tiefschwarze Rauchfahne an. Und legte dann mit donnernden Motoren und einer bombigen Riesenwelle unter Volldampf am Kai an. Es folgte nach dem allgemeinen nasse Füße Gequitsche, ein unbeschreiblich hektisches Tohuwabohu und kaum war der Dampfer zum Stillstand gekommen, folgte dann auch schon ein ungezügelt lautes TuuuuuuuT unterstützt durch eine neuen pechschwarzen Qualmwolke. Ehe wir kapierten was los ist, legte das klapprige Teil auch schon wieder ab. Vor lauter staunen hatten wie es gerade noch so an Bord geschafft. Nach ein paar Stunden wildem Geschaukel (es war Taifun-zeit) legte es wieder unter Volldampf im Hafen von Maasin an und wir wurden quasi gegen unseren Willen mit dem "flüchtenden" Menschenstrom "mitausgeladen"!

 

 Mit leicht skeptischem Blick auf die zwischenzeitlich fast unleserlich gewordene Postkarte, konnten wir gerade noch entziffern, dass wir im hier laut Anweisung richtig waren. Und so fanden wir uns mehr oder wenige Glücklich, nach einer schlaflosen Nacht über einer permanent knatternden Trike-Station in der Stadt Maasin erschöpft wieder. Da man uns dringend erwartete, mussten wir schnellstens weiter und nach einer mehrstündigen Fahrt auf dem Dach eines „Jeepnys“, landeten wir schließlich übermüdet in "Padre Burgos". Wir staunten im wahrsten Sinne des Wortes "Bauklötze", als wir in Begleitung von ca. 100 Kindern auf einen sanften Hügel geführt wurden. Dort gab es eine von unzähligen Palmen umsäumte Lichtung. Völlig unerwartet standen wir, leicht konfus, mitten im dichten Regenwald auf einer beachtlichen Baustelle i

 

  Der Empfang dort war enorm und unvergesslich. Am nächsten Tag begannen wir mit der schweißtreibenden, schwierigen und Arbeit.

 

  Aber das Wort" jammern" kannte hier leider niemand. So wurde das erste Haus, von den handwerklich hoch begabten Philippinos, händisch und fast ausschließlich, mit dem Buschmesser mühevoll hochgezogen.

 

 

  "Heute finden wir dort ein stattliches und bewundernswertes, vom ZDF-Mainz gefördertes und vollkommen autarkes Kinderdorf vor. Es bietet heute ca. 80 Waisenkindern ein fröhliches und gesichertes zu Hause. Die professionelle und sehr liebevolle Jugendbetreuung beinhaltet eine Moderne Krankenstation und garantiert allen eine sichere und ordentliche Schul- und Ausbildung".

 

 

(ZDF-Kinderhilfe Philippinen e. V.)     

 

 

VERTRÄUME NICHT DEIN LEBEN

 

"LEBE DEINEN TRAUM"!

 

 



"Mein Geburtshaus im Nord-Osten von Frankfurt Main"



Weitere Stationen

Handwerk/Handel

Lehr- und Gesellenzeit im KFZ-Handwerk, Frankfurt am Main

Flugzeugtankwart / Servicetechniker, Rhein-Main Airport

Vertriebsrepräsentant für Werbe- und Künstlerbedarf, Ffm.-

Direktionsassistent in der Marktforschung, Frankfurt am Main

Substitut im Buch- und Schallplattenhandel, Ffm.-

 

Filmdebüt

Darsteller, Drehbuchautor und Fachberater in dem ersten deutschen Roadmovie: „Johnny West“ 

(Filmpremiere 1977 in Frankfurt am Main)

 

Film- / TV Business

Produktionsassistent: Fernsehen, Hessischer Rundfunk 

Aufnahmeleiter: Chefredaktion, ZDF - Wiesbaden

Aufnahmeleiter: Sport, Unterhaltung, Theater und Musik, ZDF

Freistellung: Aufbau der ZDF Kinderhilfe Philippinen

Produktionsassistent: Red.-Show / Kirche und Leben ZDF

Produktionsleiter: Red.-Show II, ZDF-Mainz

Executive Producer: Red.-Show II, ZDF-Mainz 

 

Nach vielen interessanten und arbeitsreichen Jahren, hatte ich mein Karriereziel als: "Executive Producer" erreicht, und machte mich mit: "West Productions, Film- und Fernsehproduktion", selbstständig!

 

SELBST- UND STÄNDIG

 

West Productions, Film- und Fernsehproduktion

Diverse Film-und TV Produktionen: ZDF, ARD, RTL, SAT1, VOX, Pro7, Videoscope Wolfgang Rademann, KIKA, Europa Park Rust, Modeschau (Otto Kern), Werbespots, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA), Volker Rosin (Kinderlieder), Landes-Bank Sachsen, und jede Menge anderer interessanter Projekte mehr.

(mehr siehe Seite "Media Works")

 

Soziales Engagement:

 

"EHRENAMTSAGENTUR MAINZ"

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Marketing/Projekt Management, Grafik und Design, Kassenverwalter.

 

Polizeipräsidium Rheinland-Pfalz:

Ausbildung als Sicherheitsberater für Senioren,

Landeshauptstadt Mainz und Mainz-Finthen.

 

Sonstiges:

Ehemaliges Vorstandsmitglied des SPD-Ortsvereins

Wiesbaden Nord.

 

Honneuers:

Verleihung der Ehrennadel in Gold, durch den

Ministerpräsidenten des Landes Rheinland-Pfalz:

Herrn Kurt Beck, - dem Chefredakteur von: "Die Rheinpfalz", Herrn Michael Garthe, - dem Chefredakteur der: "Allgemeinem Zeitung". Herrn Klaus Beck, und - dem "SWR Landessenderdirektor" Rheinland-Pfalz, Herrn Dr. Uwe Rosenbaum.

 

Verleihung der Ehrenurkunde der Mainzer Bürgerschaft.

Überreicht in einem offiziellen Festakt durch den 

Oberbürgermeister Herrn Jens Beutel.

 

Ehrung des Oberbürgermeisters der Stadt Wiesbaden

Offizieller Kandidat des Kulturbeirats der Stadt Wiesbaden

 

... was mir sonst noch so einfällt!

 

Derzeit "Stop-over" als ...

 

      kreativ-Rentner in Wiesbaden …,

 

          ... morgen "dream traveller" im anywhere

 

                                     und übermorgen, no one knows!

 



"LONG TIME AGO"



Filmplakat: "JOHNNY WEST"

NUR DIE HARTEN KOMMEN IN DEN GARTEN!

"Max" - Karl-Heinz Maslow

"Johnny" - Rio Reiser alias Hans Michael Westerfeld" "Rainer" - alias Rainer Westerfeld.

[Beim entladen des Equipments vor der Giesener Stadthalle]


ARTIKEL AUF WIKIPEDIA:


RIP: "JOHNNY"!

 † 20. August 1996






today:

Früher immer hektisch und mit dem Flieger rund um die Welt unterwegs, heute mit Muse am Zeichentisch.

Was für ein beruhigendes Gefühl, keine Karriere mehr haben zu müssen!


FAR AWAY

... mal flugs AUSGEBÜXT!


Mit dem Fahrrad von Istanbul entlang der Küste bis nach Adana, ca. 2.950 km.

(... hier bei einem längeren Zwischenhalt in Alanya)

 



Auch mal

"DURCHGEDREHT"

mit ...



"EIN LEBEN IN MUSIK"

EINE TV-PRODUKTION DER GANZ BESONDEREN ART.

FEATURING: "AL BANO UND ROMINA POWER".



"Eines Tages in Apulien"

The "ORIGINALE" Filmklappe


Privates Teamvideo der Dreharbeiten in Apulien.


"Albano & Romina mit dem ZDF Team".

-Sommer 1995-


   "Dreharbeiten in Cellino San Marco"



Aber auch mal flugs

"ABGEDREHT"

für ...



...ein "ABENTEUER" der besonderen Art!


START:

BORACAY ISLAND, PHILIPPINEN

"THEY CALL IT PARADISE"


Unsere bescheidene Hütte direkt an Boracays White Beach - 1968.


High Season am "überfüllten" White Beach.


Unser Schlafplatz über Wochen, inkl. Getränke-Service! Ein superaffengeiles Plätzchen, dass glaubt dir kein Schwein, da musst du dich selbst Kneifen!

Damals: "For free"!


Die Kokosnuss die dir bei Sturm nicht die Birne verbeult, ist eine verdammt gute Nuss

und kann nach schweißtreibendem Öffnen, genüsslich ausgefuttert werden.

Zudem ergibt die Schale, etwas bearbeitet, eine super praktische, leicht zu Reinigende, Trinkschale!



Danach ging es weiter zum...



... HILFSEINSATZ INS:

"ZDF KINDERDORF"

nach

PADRE BURGOS

AUF DIE INSEL SOUTH-LEYTHE,

[Philippinen]


ARRIVED

Das durchgehend geöffnete "Shopping-Center"!


Reisen auf dem überfüllten Busdach ist einfach nur genial und dabei zuckersüße Mangos pflücken, ist schon der ultimative Hit!


"Der Abschied von diesen offenen und herzlichen Menschen war sehr traurig und fiel uns "richtig schwer"! Eigentlich wären wir sehr gerne noch etwas geblieben, aber es rief leider der Job ...



... BAHALANA!

In Tagalog: "Es kommt, wie es kommt"!