EIGEN *ART*



"Dro>H<nen"

Made to kill

Der junge Sommermorgen überstrahlte mit seinem azurblauen Leuchten einen gläsern funkelnden Himmel. Wie an so vielen dieser anmutigen „normalen“ Sommertagen, mischt sich der friedliche Kanon der versteckten Vogelgemeinde mit seinem melodischen Gesang in das zart aufkommende Licht. Hoch, sehr hoch, darüber und kaum sichtbar, völlig lautlos, zieht dort im leuchtenden Blau ein einsamer kleiner schwarzer Punkt seine, von feiner Hand ferngesteuerten, tödlichen Kreise.

Als der Mann, aus seinem schmucken Haus auf die große, sonnenüberflutete Terrasse trat, stockte er abrupt im Schatten des Türrahmens. Ruckartig hob er den Kopf und suchte flink, mit zusammengekniffenen Augen, den Himmel ab. Mit geübtem Blick fokussierte er, mit Schrecken, den kleinen schwarzen unscheinbaren Punkt, hoch oben im friedfertigen Azurblau!

 

  .... dort, wo noch vor Sekunden unbekümmert die Vögel zwitscherten und eine kleine Familie ihr karges Leben meisterte, herrscht nun gespenstige Grabesstille. Aus der tiefen qualmenden Grube, welche die Hellfire-Rakete der MQ 1 – Predator hinterlassen hat, ragen nun nur noch einige verkohlte Balken hervor. Der kleine schwarze Punkt hoch droben am Firmament ist, wie durch Zauberei, lautlos und unmerklich im tiefen Azurblau verschwunden!                                                                                                                                                               © Rainer Karl Westerfeld 2021


"SOMBRA DA LUA"

Im Schatten des Mondes

 

Wenn ich ganz allmählich aus den Tiefen meines nächtlichen Traums in den grauen Novembermorgen gleite und quasi nur erahne, wie sich das zart wabernde Nebelgrau im fahlen Morgenlicht windet und das Sonnenlicht sich zögerlich Bahn zu brechen versucht, dann ist dies der mystische Augenblick, in dem sich mein Werk langsam realisiert und das diffuse Grau sich auflöst.

 

... die Sonne lehrt allen Lebewesen die Sehnsucht nach dem Licht. Jedoch es ist die Nacht, die uns zu den Sternen erhebt!

      © Rainer  Karl Westerfeld, 2021 


                  Acryl auf Leinwand  -  Größe: 40 x 40cm


"SÜSSKRAM DIAMETRAL"

Nur was für Avatare?

Bizarre Wesen geistern durch unsere alltäglichen Computerwelten, sie benötigen weder Essen noch Trinken, nur ein wenig von dem für sie wichtigen Lebenselixier: Strom. Ja was schaffen die vielen Bits und Bytes doch für genussarme Wesen. Freude besteht in ihrer Matrix aus 0en und 1sen. So können sie auch nicht auf den Weihnachtsmarkt gehen, um sich süße Zuckerstangen zu kaufen, auch mit jeder Menge Bitcoins im "www" ist ihnen dies nicht möglich. Deshalb habe ich ihnen welche gemalt und dann mit virtuellem Puderzucker fein digitalisiert.

... lasst es euch schmecken!

© Rainer Karl Westerfeld 2021

Fazit:

 Es ist leicht, in der realen Welt zu leben, nach der Meinung der realen Welt. Es ist leicht, nach der eigenen zu leben in der realen Einsamkeit. Aber der große Mensch ist der, der mit perfekter Süße mitten in der realen Menge die Unabhängigkeit seine Einsamkeit bewahrt!                                                             

Ralph Waldo Emerson


                   Acryl auf Leinwand  -  Größe: 40 x 40cm